Was Sie gegen Couperose tun können

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Was Sie gegen Couperose tun können

Die Couperose wird auch als Kupferrose oder Kupferzinne bezeichnet. Sie äussert sich durch das Auftreten von Rötungen im Bereich der Nase und der Wangen, die zunächst wieder verschwinden. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kommt es jedoch immer wieder zu Gefässerweiterungen.

Diese verursachen Rötungen und dauerhafte Hautveränderungen. Manchmal treten zusätzliche Beschwerden wie trockene und sehr empfindliche, zu Entzündungen neigende Haut auf. Bei der Couperose handelt es sich für gewöhnlich um ein kosmetisches Problem und nicht um eine behandlungsbedürftige Hauterkrankung.

Viele Betroffene leiden jedoch unter den auffälligen Hautrötungen und Äderchen im Gesicht. Sie wünschen sich ein einheitliches und gesund aussehendes Hautbild. Mit einer professionellen Laserbehandlung lassen sich die Symptome weitgehend beseitigen. Eine individuell abgestimmte Hautpflege reduziert die Wahrscheinlichkeit eines Wiederauftretens.

Woran lässt sich eine Couperose erkennen?

Woran lässt sich eine Couperose erkennen?Anfangs tritt eine Couperose nur sehr dezent in Erscheinung. Sie wird von den Betroffenen oft erst wahrgenommen, wenn die Symptome deutlich hervortreten. Die Entwicklung beginnt mit ersten kleinen, sich häufig wieder zurückbildenden Rötungen an den Nasenflügeln und rundherum sowie im angrenzenden Wangenbereich. Später kommt es zu einer ausgeprägteren Symptomatik, bis dahin können jedoch Monate bis Jahre vergehen.

Zu den Symptomen, die zu Beginn einer Couperose häufig auftreten, zählen:

  • spontan auftretende Rötungen im Gesicht («Flushing»)
  • unscharf begrenzte, fleckig erscheinende, ungleich gefärbte Hautrötungen
  • durch die Gesichtshaut scheinende bläuliche oder rötliche Äderchen und Adergeflechte
  • empfindliche, trockene und leicht schuppende Gesichtshaut


In manchen Fällen sind auch Hals und Dekolleté vom Auftreten der feinen Adergeflechte betroffen. Nach einiger Zeit kommt es zu einer Chronifizierung des Erscheinungsbilds der Couperose. Die Hautveränderungen bilden sich nicht mehr von selbst zurück und erscheinen sogar ausgeprägter. Die Gesichtshaut von Betroffenen ist oft besonders anfällig für Entzündungen und Hautreizungen. Eine ungeeignete Hautpflege kann das Problem noch verstärken.

So sind zum Beispiel Pflegeprodukte wie Peelings, die die Durchblutung anregen, für zu Couperose neigende Personen nicht geeignet. Auch allzu fetthaltige Cremes und Massagen fördern die Hautdurchblutung und wirken sich bei Couperose ungünstig aus. Die Entstehung einer Couperose weist eine genetische Komponente auf. Es ist daher wahrscheinlicher, selbst an den störenden Hautrötungen zu erkranken, wenn auch nahe Verwandte davon betroffen sind. 

Wie kommt es zu einer Couperose?

Wie kommt es zu einer Couperose?Warum es zu den unangenehmen Hautrötungen kommt, ist nicht eindeutig geklärt. Es gibt jedoch mehrere Faktoren, die die Entstehung begünstigen. Eine Couperose entsteht dann, wenn sich kleine Venen und/oder Kapillargefässe im Gesicht erweitern. Bei einer venösen Erweiterung spricht man von einer Phlebektasie. Die Erweiterung von venösen oder arteriellen Kapillargefässen im Gesicht und am Hals wird von Medizinern dagegen als Teleangiektasie bezeichnet.

Ursache hierfür ist eine – meist genetisch bedingte – Schwäche des Bindegewebes, die auch die Gefässwände betrifft. Das erste Auftreten kann sehr plötzlich geschehen. Da sich die Gefässerweiterungen anfangs spontan zurückbilden, fällt vielen Betroffenen zunächst gar nicht auf, dass sie unter einer Couperose leiden. Erst wenn die Symptome stärker ausgeprägt sind, betrachtet man sich genauer und bemerkt die charakteristischen Hautrötungen und hervortretenden Gefässe.

Es gibt zahlreiche «Trigger», die die Entstehung der lästigen Rötungen fördern. Dazu zählen zum Beispiel:

  • erhöhter Blutdruck
  • Genuss von scharfen Speisen, die die Durchblutung fördern
  • regelmässiger Genuss von Kaffee oder anderen koffeinhaltigen Getränken
  • Konsum von Alkohol und/oder Nikotin
  • intensive Sonnenbäder
  • Übergewicht
  • Gebrauch von Salben, die Cortison enthalten
  • Stress
  • Entzündungen
  • Gesichtsmassagen oder Saunabesuche, da diese die Durchblutung fördern
  • Einfluss von Hormonen beziehungsweise hormonelle Veränderungen im Körper
  • Duftstoffe und Waschmittel, die Hautirritationen verursachen
  • starke Temperaturschwankungen


Umwelt- oder Lebensstil bedingte Risikofaktoren sollten von Betroffenen daher möglichst reduziert werden, um das Fortschreiten der Couperose zu verhindern.

Wer hat ein besonders hohes Risiko hinsichtlich des Auftretens einer Couperose?

Grundsätzlich tritt die Couperose bei beiden Geschlechtern auf. Frauen scheinen aber etwas häufiger betroffen zu sein als Männer. Dabei dürfte es allerdings auch eine Rolle spielen, dass Männer seltener oder erst bei nicht zu übersehenden Symptomen zum Arzt gehen. Frauen hingegen empfinden häufig schon kleine Irritationen des Teints als störend.

Am häufigsten von der Erkrankung betroffen sind Personen ab dem 30. Lebensjahr, wobei das Erstauftreten zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr stattfindet. Mit zunehmendem Alter steigt auch der Anteil der Betroffenen. Neben dem Lebensalter gibt es einige weitere Risikofaktoren, die sich leider nicht beeinflussen lassen. Dazu zählen:

  • heller Hauttyp («nordischer/keltischer Typ»)
  • genetisch bedingte Gefässwandschwäche
  • fehlgeleitete angeborene Immunreaktion
  • verstärkte Entzündungsneigung

Couperose und Rosacea – zwei Verlaufsformen einer Krankheit?

Die Couperose wird häufig mit der zu Beginn sehr ähnlich verlaufenden Hautkrankheit Rosacea verwechselt. Ganz falsch ist das nicht, auch wenn es sich eigentlich um zwei unterschiedliche Erkrankungen handelt. Unter Dermatologen herrscht weitgehend Einvernehmen darüber, dass die Couperose als Frühstadium der Rosacea zu betrachten ist. Nicht jede Couperose geht allerdings in den charakteristischen Verlauf der Rosacea über.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die störenden Hautrötungen zur Rosacea weiterentwickeln, ist vor allem dann erhöht, wenn:

  • Entzündungen der Haut durch Bakterien oder Haarbalgmilben oder neurogene Entzündungen bestehen,
  • das Immunsystem geschwächt ist oder eine fehlgeleitete Immunreaktion stattfindet,
  • Risikofaktoren wie langes und ungeschütztes Sonnenbaden, Alkohol- und Tabakgenuss nicht reduziert werden,
  • eine unzureichende oder falsche Hautpflege angewendet wird.


Entwickelt sich die Couperose zu einer Rosacea, zeigt sie sich zunächst durch deutlich erweiterte Blutgefässe im Gesicht und stark ausgeprägte, flächige Hautrötungen. Im weiteren Verlauf kommt es zur Ausbildung von Knötchen und Papeln, die Haut wirkt gereizt und brennt oder juckt.

Wucherungen des Bindegewebes können schliesslich zu knotigen Verdickungen der Haut führen. So entsteht unter anderem die charakteristische «Knollennase», ein Erscheinungsbild, das man häufig bei älteren Männern beobachtet. Im Gegensatz zur Couperose hat die Rosacea aufgrund des Entzündungsgeschehens Krankheitswert und sollte daher vom Hauthautarzt behandelt werden.

Couperose: Vorsorge und Behandlungsmöglichkeiten

Couperose: Vorsorge und Behandlungsmöglichkeiten
Couperose stört. Jeder Blick in den Spiegel erinnert an das gestörte Hautbild und daran, dass andere Personen dies immer sehen. Das Bewusstsein hierfür kann einen starken psychischen Leidensdruck auslösen. Denn wenn auch Couperose nicht als Krankheit angesehen ist, können die roten Äderchen dennoch starken Einfluss auf unser Wohlbefinden ausüben. Aus diesem Grund haben wir hier für Sie zusammengetragen, was Sie gegen die Rötungen tun können.

1. Ein gesundes Leben führen

Der Lebensstil hat beträchtlichen Einfluss auf das Hautbild unseres Gesichtes. Insofern ist die Devise einmal mehr, ein gesundes Leben zu führen. Die Ursache von Couperose ist die Erweiterung der Blutgefässe. Die Ausläufer der Blutgefässe befinden sich im Bindegewebe.

Wenn sich nun dort die Gefässe erweitern, wird dies auf der Hautoberfläche in Form spezifischer Rötungen sichtbar. Oftmals ist die Erweiterung der Blutendgefässe natürlichen Alterungsprozessen geschuldet. Doch auch bereits in jungen Jahren kann die Hautstörung auftreten. Dies ist besonders unangenehm, wenn vor allem die Nase oder die Wangen betroffen sind, da die Rötung leicht mit den Folgen eines erhöhten Alkoholkonsums verwechselt werden kann.

Um die Symptome so gut wie möglich zu reduzieren, sollten Sie auf bestimmte Angewohnheiten und Lebensmittel verzichten. Dazu gehören Alkohol und Kaffee. Zudem sollten Sie auch mit dem Rauchen aufhören. Die Erweiterung der Blutgefässe wird auch stressbedingt oder durch hohe Temperaturunterschiede hervorgerufen. Vermeiden Sie aus diesem Grund diese möglichen Auslöser so gut wie möglich.

2. Die richtigen Kosmetika verwenden

Bei der Verwendung von Kosmetika, welche auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden, sollten folgende Punkte beachtet werden:

Da die Parfümierung von Cremes meist auf der Zugabe ätherischer Öle basiert, sollte ihre Verwendung so gut wie möglich eingeschränkt werden. Der Grund dafür ist, dass die Öle die Durchblutung fördern, was die Endgefässe erweitern kann. Zudem sollten die Cremes wenig fetthaltig sein, da dies die Erhitzung der Haut befördert.

Dazu gehören auch Cremes, in welchen Alkohol, Mineralöle und Silikonöle enthalten sind. Verwöhnen Sie stattdessen Ihre Haut lieber mit feuchtigkeitsspendenden Cremes. Speziell für Couperose sind medizinische Kosmetika erhältlich, welche Wirkstoffe wie Aloe Vera, Dexpanthenol, Sonnenhut, Kamille, Leinöl oder Weihrauch enthalten.

Für die Abdeckung der roten Äderchen können Sie auf Make-up-Produkte mit leicht grüner Pigmentierung zurückgreifen. Da grün die Komplementärfarbe von rot ist, wirkt das Make-up für den Betrachter neutralisierend und die Rötungen werden nicht mehr gesehen.

3. Therapien für Couperose

Die genannten Massnahmen können die Ausbreitung von Couperose verlangsamen oder stoppen. Wer allerdings nachhaltigen Erfolg verzeichnen möchte, kann auf professionelle und moderne Therapieverfahren zurückgreifen. Bei einer Lasertherapie können die Gefässe in einer oder mehreren Sitzungen verödet werden.

Die Anzahl der Sitzungen hängt massgeblich von der zu behandelnden Fläche, dem verwendeten Verfahren und dem erwarteten Behandlungserfolg ab. Die Aussicht auf den Behandlungserfolg treibt die Patienten an. Die Teilkomponenten, die massgeblichen Einfluss auf den Erfolg der Therapie ausüben, sind die Farbe der Gefässe und deren Durchmesser sowie die Grösse und Dicke der Hautgewächse.

In Abhängigkeit der Haut und dem Schweregrad der Couperose wird die Laserenergie individuell angepasst, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Die Behandlung selbst ist relativ schmerzfrei. Das stechende Gefühl kann mithilfe einer schmerzlindernden Salbe während der Behandlung gelindert werden. Nach der Lasertherapie wird die beandelte Haut gekühlt.

In Folge der Behandlung kann die Haut anschwellen und Rötungen entstehen, weshalb Sie das Gesicht mit speziellen Salben nachträglich eincremen sollten. Ästhetisch störende Couperose-Ausprägungen lassen sich in unserer Praxis behandeln. Neben der Verordnung rötungsmindernder Cremes bieten wir Ihnen gefässverschliessende Laserbehandlungen zur Reduzierung von Hautrötungen und Äderchen an. Dabei setzen wir folgende Verfahren ein:

  • IPL (Intense Pulsed Light)
  • Farbstofflaser
  • Radio Surgery


Wenn Sie noch weitere Fragen zur Diagnose und der Behandlung von Couperose haben, können Sie sich gerne noch heute bei Ihrem Hautarzt informieren.

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