Warum Hyaluronsäure für unsere Haut wichtig ist

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Warum Hyaluronsäure für unsere Haut so wichtig ist

Wer möchte das nicht? Eine schöne Haut ohne Falten und Alterszeichen? In der heutigen Zeit gibt es immer mehr Angebote, das Aussehen zu verjüngen. Die Medizin arbeitet hartnäckig an der Entwicklung neuer Methoden und Verfahren, um gute und langfristige Ergebnisse zu erzielen. Hyaluronsäure ist eine der beliebtesten Faltenbehandlungen. Doch offensichtlich gibt es noch viele offene Fragen. Denn die Suchanfragen auf Goolge über Hyaluronsäure übertreffen in der Schweiz die von Botolinum-Toxin. Wir klären auf.

Hyaluronsäure ist ein wichtiger Bestandteil in unserem Körper. Auch wenn sie vor allem durch die ästhetische Medizin, und somit im Zuge der Faltenbehandlung bekannt ist, sind ihre Funktionen für viele weitere Abläufe im Körper unerlässlich. Als Bestandteil des Bindegewebes nimmt sie eine wichtige Funktion ein. Zudem ist sie mitverantwortlich für die Zellproliferation, Zellmigration und Tumorentstehung. Die Funktionsweise und die Abläufe, welche sie anregt, funktionieren immer auf dieselbe Art und Weise. Dabei unterscheidet sie nicht zwischen guten und schlechten Folgewirkungen.

Um sich ihrer positiven Wirkungen zu bedienen, wird die Hyaluronsäure in der Medizin und der Kosmetik verwendet. In welchen Fällen sie helfen kann, klären wir hier. Doch zuerst einmal wird darauf eingegangen, wie die Moleküle aufgebaut sind und welche Prozesse sie im Körper übernimmt und anregt.

Chemischer Aufbau von Hyaluronsäure

Hyaluronsäure ist ein Glykosaminoglykan und wird natürlicherweise von unserem Körper gebildet. Mit zunehmendem Alter nimmt der Anteil der Moleküle im Gewebe ab, weshalb viele auf Ersatz zurückgreifen, um die Vorteile von Hyaluronsäure zu nutzen.

Die Moleküle bestehen aus den beiden Einfachzuckern Glucuronsäure und N-Acetyl-Glukosamin. Aufgrund der Tatsache, dass die beiden Einfachzucker negativ geladen sind, können aussergewöhnlich lange und grosse Moleküle gebildet werden. Zudem weissen sie eine hohe Viskosität und Druckbeständigkeit auf. Hierdurch wird es den Gelenken und der Haut ermöglicht, viel Gewicht zu tragen und Spannungen zu halten.

Funktionen der Hyaluronsäure

Die Hyaluronsäure ist ein Kohlenhydrat, welches eine Halbwertszeit von weniger als drei Tagen hat. In fast allen Körperzellen ist das Polysaccharid enthalten, wobei sich ihre Konzentration unterscheidet. Dies hängt mit den mechanischen und biochemischen Funktionen zusammen, welche die Moleküle in den einzelnen Körperteilen übernehmen.

Mechanische Funktion als Wasserbinder und Stossdämpfer

Unter die mechanischen Funktionen der Hyaluronsäure werden die Wasserspeicherung, Druckbeständigkeit, Schmiermittel und das Freihalten von Wegen gezählt. Im Einzelnen bedeutet dies, dass sie vergleichsweise viel Wasser speichern kann. Der Glaskörper des Auges besteht beispielsweise aus 98% Wasser, welches durch 2% Hyaluronsäure gebunden wird.

Die Druckbeständigkeit der Hyaluronsäure ist eng mit der Wasserspeicherkapazität verbunden. Da Wasser fast nicht komprimiert werden kann, dienen die Gewebe mit Hyaluronsäure als gute Polster. Ein Beispiel hierfür ist der Gallertkern in der Bandscheibe. Dieser ermöglicht die Abfederung der Stösse bei Bewegungen. Tritt der Gallertkern aufgrund einer Verletzung aus, spricht man auch von einem Bandscheibenvorfall.

Hier wird die Funktion des Schmiermittels schon angedeutet. Wichtig ist diese Funktion im Besonderen in den Gelenken, wo die Hyaluronsäure die reibungslose Bewegung gewährleistet. Interessant ist, dass sich die Viskosität verändert: Umso schwerer die mechanischen Kräfte auf das Gelenk wirken, desto mehr nimmt die Viskosität ab. Zum einen ist sie flüssig genug, um die Bewegungen aufzufangen, zum anderen viskos genug, um nicht aus dem Gelenk herausgepresst zu werden. Dies wird unterstützt durch chemische Wechselwirkungen, welche das Polysaccharid besonders gut an Knorpeln haften lassen.

Eine weitere mechanische Funktion der Hyaluronsäure ist das Freihalten von Wegen. Dadurch wird die in der Einleitung beschriebene Zellmigration unterstützt.

Biochemische Funktionen im Intrazellularraum

Aufgrund der spezifischen biochemischen Eigenschaften der Hyaluronsäure ist diese an der Bildung von Riesenmolekülen (Proteoglykane) beteiligt. Diese sind Hauptbestandteil der extrazellulären Matrix und sorgen für Stabilisierung zwischen den Zellen.

Einsatz von Hyaluronsäure in der Medizin

In der modernen Medizin kann man sich mit verschiedenen Methoden der Vorteile von Hyaluronsäure bedienen. Zum einen findet sie Anwendung in der Humanmedizin, zum anderen auch im breiten Feld der ästhetischen Medizin.

In der Humanmedizin wird überall dort Hyaluronsäure verwendet, wo ihr Anteil altersbedingt oder aufgrund von Verletzungen schwindet. Ebenso verhält es sich in der ästhetischen Medizin: Mit ihrem Einsatz kann die Haut, und somit das äussere Erscheinungsbild sichtbar verjüngt werden.

Da die zur Behandlung künstlich gewonnene Hyaluronsäure aus derselben chemischen und molekularen Struktur besteht wie die körpereigene ist ihre Verträglichkeit sehr gut. Mit dem Einsatz des Hyaluronsäure-Gels können Falten gut unterfüttert werden. Aufgrund der wasserspeichernden Funktion ist sie zudem bestens geeignet zur Hautauffrischung und dem Aufbau von Gesichtskonturen.

Prinzipiell gilt, dass Hyaluronsäure immer dann zum Einsatz kommt, wenn sich ein Patient eine Volumenherstellung wünscht oder die Wasserspeicherkapazität erhöht werden soll. Wenn sie weitere Fragen zu dem Verfahren haben und genauere Informationen zur Behandlung wünschen, melden Sie sich noch heute bei Ihrem Hautdoktor in Zürich.

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