PRP: Platelet Rich Plasma – natürliche Hautverjüngerung

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Platelet Rich Plasma – Haarausfall? Wir haben Erfahrungen!

Platelet Rich Plasma: So funktioniert die innovative Hautverjüngung

PRP ist die Abkürzung für “Plättchen-reiches Plasma”, auf Englisch auch Platelet-Rich Plasma. Dahinter steckt eine innovative Therapieform, die ihre Ursprünge in der Stammzellforschung hat und vielseitig in der Medizin und Ästhetik angewendet wird. Erfahren Sie hier, wie die Eigenbluttherapie funktioniert, wodurch sie sich auszeichnet und was Interessierte beachten sollten.

Was ist PRP?

In der Medizin ist die PRP-Therapie schon lange bekannt und wird von Orthopäden und Sportmedizinern unter anderem zur Wundheilung genutzt. Doch was steckt dahinter?
Das Blut eines Patienten wird für die PRP-Anwendung so aufbereitet, dass die roten Blutkörperchen nicht mehr vorhanden sind. Durch diesen Prozess entsteht konzentriertes Blutplasma, welches besonders viele Thrombozyten, auch Blutplättchen genannt, vorliegen. Darüber hinaus enthält dieses aufbereitete Blut Wachstumsfaktoren und Proteine. Diese Stoffe sind dafür bekannt, dass sie neben der Wundheilung auch die Zellerneuerung und -regeneration fördern. Durch die Injektion des Eigenbluts werden Stammzellen in der Haut zur Kollagenbildung angeregt. Das Bindegewebe wird
stimuliert. Auf diese Weise ergeben sich vielseitige Anwendungsgebiete für die PRP-Therapie.

Anwendungsgebiete

In der ästhetischen Medizin wird das plättchenreiche Plasma gerne zur Verjüngung und Regeneration der Zellen unterschiedlicher Gewebe verwendet. Hiervon profitieren Frauen und Männer aller Hauttypen.
Das thrombozytenreiche Blut ist in der Lage, alterndes Gewebe zu regenerieren und gleichzeitig die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren.
Beliebte Regionen, an denen Eigenblut injiziert wird, sind Haut und Bindegewebe, Narben, Muskeln und Gelenke oder auch die Kopfhaut beziehungsweise die Haarwurzeln.
Mediziner sprechen dabei häufig auch von einer Vampir-Lifting-Methode. Sportler greifen bereits seit vielen Jahren darauf zurück, um ihre Regenerationszeit nach Verletzungen zu verkürzen – in diesem Bereich ist die Wirkung allgemein anerkannt, wenn auch kritisch zu sehen: Aufgrund der Wachstumsfaktoren gestaltet sich der Doping-Test bei Sportveranstaltungen schwierig.
In der Ästhetik wird thrombozytenreiches Plasma häufig an Gesicht und Hals angewendet. Hier dient es der Faltenunterspritzung und dem Volumenaufbau – für jünger wirkende, straffe Haut. Auch am Dekolleté führen ästhetische Mediziner eine Plasmaliftung für glattere Haut durch.
Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die Kopfhaut. Hier kann das konzentrierte Plasma das Haarwachstum anregen und für schneller wachsendes, dickeres und volleres Haar sorgen.
Wer unter Schwangerschaftsstreifen, Operations- oder Aknenarben leidet, kann ebenfalls eine PRP-Therapie zur Regeneration des Gewebes vornehmen lassen.

Wie gestaltet sich die Behandlung?

Die PRP-Behandlung erfolgt ambulant und eventuell unter lokaler Betäubung.
Die Behandlungsdauer einer Sitzung nimmt insgesamt etwa 45 bis 60 Minuten in Anspruch.
Zunächst erfolgt eine Blutabnahme aus der Vene, wobei nur eine kleine Menge nötig ist.
Diese wird innerhalb eines speziellen Verfahrens aufbereitet, wobei ein Gerät das Blut so zentrifugiert, dass sich die roten Blutkörperchen vom Plasma trennen.
Das so entstandene Konzentrat enthält bis zu sieben mal mehr Thrombozyten als das abgenommene Blut. Die nun aktivierten Zellen werden mit einer feinen Nadel in die Dermis, die oberflächliche Hautschicht, eingespritzt. Alternativ massiert der Arzt das Plasma per Laserbehandlung oder Microneedling in die Hautschichten ein.
Je nach Bedarf und Behandlungsziel wird er dem Plasma weitere Zusätze wie Medikamente oder Hyaluron hinzufügen.
Unmittelbar nach der Sitzung ist mit leichten Schwellungen der behandelten Region zu rechnen, die bis zu sieben Tage anhalten. Die tatsächliche Wirkungsentfaltung findet innerhalb der folgenden Tage bis Wochen statt. Der Effekt hält bis zu 18 Monate an.
Je mehr Anwendungen erfolgen, umso intensiver wird sich der gewünschte Erfolg gestalten. Wer mehrere Sitzungen für einen optimalen Effekt plant, sollte die erste Wiederholung nach vier bis acht Wochen durchführen lassen. Anschließend empfehlen Fachleute eine erneute Injektion mit Eigenblut nach etwa einem halben Jahr.

Was ist bei der PRP-Therapie noch zu beachten?

Generell liegt ein geringes Risiko für Nebenwirkungen vor, da es sich hier um eine natürliche Therapie mit eigenem Blut handelt. Es werden ausschließlich körpereigene Stoffe injiziert, sofern der behandelnde Arzt keine weiteren Zusätze wie Hyaluron verwendet. Aus diesem Grund wird das konzentrierte Plasma in den meisten Fällen gut vom Organismus aufgenommen.
Nicht geeignet ist eine solche Anwendung jedoch für Menschen mit Autoimmunerkrankungen, Schwangere, für Patienten mit bestimmten chronischen Erkrankungen, bei Leberschäden und Krankheiten, die über Blut übertragen werden.
Wer sich einer PRP-Therapie unterzieht, wirkt nach der Behandlung Schwellungen oder Blutergüssen entgegen, indem er die behandelten Stellen gut kühlt. Am ersten Tag nach der Anwendung erfolgt idealerweise keine Gesichtsreinigung, um die empfindliche Haut zu schonen.

Welche Kosten sind mit einer PRP-Anwendung verbunden?

Aufgrund der unterschiedlichen Anwendungsgebiete und Voraussetzungen ist ein fixer Kostenpunkt nicht pauschal festzulegen. Der Preis der Therapie hängt von vielen Faktoren ab: Behandlungsziel, eventuelle Kombination mit anderen Techniken und Wirkstoffen und die Anzahl der Behandlungen.
Interessierte erfahren in einem Beratungsgespräch mehr über die Therapie und die individuellen Kosten und haben zudem die Möglichkeit, noch offene Fragen zu klären.

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