Platelet Rich Plasma: Mit PRP zur jüngeren Haut

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Platelet Rich Plasma Mit PRP zur jüngeren Haut

PRP in der ästhetischen Medizin: jugendlich erscheinende Haut durch Eigenbluttherapie

Die PRP-Therapie – umgangssprachlich auch als Vampir Lifting bekannt, ist eine moderne Methode zur Linderung von Falten. Hierfür kommt sogenanntes „plättchenreiches Plasma“ (Englisch Platelet-rich Plasma) zum Einsatz, dem eine zellregenerierende, wundheilende Wirkung zugeschrieben wird.

Welche Stoffe für diesen Effekt verantwortlich sind, wie eine Anwendung in der Praxis aussieht und welche Rolle plättchenreiches Plasma mittlerweile in der ästhetischen Medizin spielt, erfahren Sie in diesem Artikel.

Die Anfänge der PRP-Therapie liegen in der Kieferchirurgie

Der US-amerikanische Chirurg Robert Marx ist als Begründer der PRP-Therapie anzusehen. Er untersuchte Methoden, mit denen Knochentransplantate schneller ein- und zusammenwachsen konnten. Dabei stiess er auf folgendes Ergebnis: Plasma, das besonders reich an Plättchen – also an Thrombozyten ist, fördert das Wachstum, die Dichte und die Heilung der Knochen um ein Vielfaches.

Eine Entdeckung für die Zukunft

Diese Entdeckung sorgte dafür, dass plättchenreichem Plasma seit vielen Jahren eine wichtige Rolle in der Wundtherapie, in der Gesichtschirurgie und in vielen weiteren Fachgebieten zukommt. Auch in der Naturheilkunde spielt die Eigenbluttherapie eine grosse Rolle. Seit dem Jahr 2005 macht man sich die Vorteile des plättchenreichen Plasmas auch in der ästhetischen Medizin zunutze.

Als Bestandteil des eigenen Blutes kann PRP somit dafür sorgen, dass sich Ihre Haut auf ganz natürliche Art regeneriert. Aus dem Blut werden Proteine und Blutplättchen gewonnen. Die Blutplättchen sorgen im Körper für eine schnellere Wundheilung und diese Funktion greift auch bei PRP. So können zum Beispiel Falten effektiv behandelt werden. PRP wird dabei in genau die Zellen injiziert, die nach einer Erneuerung verlangen.

Gesunde Zellen werden bei diesem Verfahren nicht geschädigt. Auch zur Behandlung der Unterlider gehört PRP zu den bevorzugten Methoden. Zudem kommt es bei Lippenfältchen zum Einsatz. Was sich im medizinischen Bereich längst bewährt hat, wird nun auch im kosmetischen Bereich immer wichtiger. So handelt es sich bei PRP um ein Verfahren der Zukunft und trotz beeindruckender Erfolge bleiben die Risiken überschaubar.

Platelet-rich Plasma in der ästhetischen Medizin

Thrombozyten sind Zellen des menschlichen Blutes. Sie verfügen über eine grosse Menge an Wachstumsfaktoren, welche die Zellerneuerung fördern. Zudem kann die Produktion von Kollagen, Hyaluronsäure und Elastin durch diese Wachstumsstoffe gefördert werden.

Durch die vermehrte Bildung von Hyaluronsäure kann die Haut wieder mehr Feuchtigkeit speichern. Sie wirkt gesünder, jünger und straffer.
Im Rahmen des Anti-Aging kann die Therapie mit diesen Stoffen so zu einem schöneren, jünger erscheinenden Hautbild und zu verringerten Falten führen.

Behandlung: Wie ist der Ablauf der PRP-Therapie?

Die PRP-Therapie führt ein Spezialist mit dem Eigenblut des Patienten durch. Dafür wird zunächst eine kleine Menge Blut aus der Armvene entnommen. Hierfür reichen etwa 15 ml Vollblut aus. Dieses wird im weiteren Verlauf aufbereitet und angereichert.

Das Vollblut wird doppelt zentrifugiert, damit die roten Blutkörperchen sich gründlich vom Plasma des Blutes trennen. Beim Plasma handelt es sich um die Flüssigkeit des Blutes. Für die Eigenbluttherapie verwendet der behandelnde Arzt jedoch nur Plasma mit einer hohen Konzentration an Thrombozyten. Die roten Blutzellen werden für die Anwendung nicht benötigt.

Wie geht es weiter?

Das nun weissliche, plättchenreiche Plasma wird im Anschluss entweder in reiner Form unter die Haut gespritzt oder vorher aufbereitet.
Eine Aufbereitung erfolgt mit diversen Stoffen, die den Effekt der Therapie noch verstärken können. Hierfür kommt beispielsweise Hyaluron infrage.

Die eigentliche Behandlung mit PRP

Die Injektion erfolgt subkutan, also unter die Haut, oder intramuskulär (in den Muskel). Dafür kommt eine feine Nadel zum Einsatz. Hierbei verspüren Sie einen leichten Schmerz beim Einstich, der jedoch in der Regel gut auszuhalten ist.

An den Injektionsstellen bildet sich ein Hämatom. Der Körper erkennt das Eigenblut als fremd an. Daraus resultiert eine wichtige Reaktion: Die Abwehr des Körpers wird angeregt. Die Plättchen setzen bestimmte Wachstumsfaktoren frei, wenn sie mit den Zellen der Haut, der Gefässe oder des Bindegewebes in Kontakt treten.

Noch viele andere effektive Bestandteile

Weiterhin beinhaltet das injizierte Eigenblut Stammzellen, welche die Wirkung der Anwendung ebenfalls unterstützen.
Die Therapie kann als Faltenunterspritzung und Volumenaufbau an verschiedenen Körperstellen erfolgen. Zur Verjüngung der Haut bieten sich folgende Stellen an:

  • Gesicht
  • Dekolleté
  • Hals
  • Handoberflächen


Wann ist der Erfolg sichtbar und wie oft müssen Sie die Anwendung wiederholen?

Sie werden direkt nach der Anwendung mit Eigenblut eine leichte Schwellung an den betroffenen Stellen feststellen. Diese wird jedoch nach einigen Tagen zurückgehen. Auch eine erste leichte Straffung ist in der Regel sofort bemerkbar.
Die volle Wirkung tritt jedoch in den Tagen und Wochen nach der PRP-Therapie ein.

Der grösste Effekt ist für gewöhnlich nach ein paar Wochen zu sehen – er hält bis zu 18 Monate lang an. Doch wie oft sollte die Behandlung mit PRP eigentlich wiederholt werden? Zunächst einmal sind drei Behandlungen mit einem Abstand von jeweils einem Monat erforderlich. Danach wird eine Behandlung pro Jahr vorgeschlagen.

Auch mehrere PRP Behandlungen sind möglich

Die PRP-Therapie kann als einmalige Anwendung erfolgen oder mehrmals wiederholt werden. Mit der Anzahl der Sitzungen steigt der hautverjüngende Effekt. Es ist möglich, die PRP-Therapie mit einer Mesotherapie zu kombinieren. Dabei kommen natürliche, homöopathische Mittel wie Vitamine und Mineralien zum Einsatz.

Aber auch eine Kombination mit klassischen Arzneimitteln ist möglich. Welche Stoffe zur Kombination infrage kommen, sprechen Sie am besten gleich mit dem behandelnden Spezialisten ab. Dieser kennt alle Möglichkeiten und berät Sie umfassend und kompetent.

PRP birgt kaum Risiken

Die Risiken der PRP-Anwendung sind übrigens relativ gering. Immerhin handelt es sich um Ihr eigenes Blut, das in die Haut oder in den Muskel eingespritzt wird. Lediglich auf die zusätzlich verwendeten Stoffe könnte eine Unverträglichkeit vorliegen.

Insgesamt ist also zu sagen, dass eine PRP-Anwendung eine sanfte, nebenwirkungsarme Methode ist, mit der Sie ungeliebte Falten im Gesicht, am Hals oder auch an den Händen häufig in nur einer Sitzung verringern und so zu einem jugendlich erscheinenden, attraktiven Hautbild gelangen können.

Die Erfolge von PRP sind beeindruckend

Beinahe jeder Mensch würde sich wünschen, jünger und frischer auszusehen. Viele Eingriffe versprechen zwar hervorragende Ergebnisse, doch nur die wenigsten davon halten diese Versprechen auch wirklich ein. Bei PRP ist das jedoch anders. Die Eigenblutbehandlung wird gerne auch als Vampirlifting bezeichnet und kommt völlig ohne Fremdmaterial aus.

Die ureigenen Kräfte verjüngen somit die Haut und das vorhandene Regenerationspotential der Haut wird voll ausgeschöpft. Es gibt keine natürlichere Art, um an eine junge Haut zu kommen. Die Hautstruktur verbessert sich durch den Eingriff und in Kombination mit anderen Therapien können noch viele weitere Erfolge erzielt werden.

Für welche Behandlungen wird PRP eingesetzt?

PRP ist unglaublich vielseitig und die Behandlungsmethoden sind unterschiedlich. Kein Wunder also, dass das Verfahren bei diversen Hautproblemen zum Einsatz kommt. Einerseits dient PRP natürlich der Hautverjüngung. Der Teint sieht im Anschluss viel frischer aus und kleinere Falten werden geglättet.

Zudem regeneriert sich durch die Anwendung die Hautstruktur. Die Haut wirkt strahlend und es wird eine Spannung der Haut erzielt. Das Unterhautgewebe wird durch den Eingriff auf ganz schonend gestärkt. Sogar gegen Haarausfall kommt die Methode zum Einsatz. Das Haarwachstum wird durch Eigenblut angeregt und der Haarausfall selbst reduziert sich merklich.

Einzelne Haare werden an der Wurzel gestärkt und das Haar wird wieder dicker. PRP eignet sich somit nicht nur zur Anwendung im Gesicht, auch auf dem Kopf, am Hals, am Handrücken oder dem Dekolletee ist die Methode gefragt. Die Ergebnisse sind hervorragend und die Behandlung erfolgt ohne jegliche Zusatzstoffe.

Kann die Behandlung mit PRP bei jedem Menschen erfolgen

Nicht jeder kann sich mit PRP behandeln lassen. Gerade bei bestimmten Erkrankungen ist die Methode nicht durchführbar. Darunter fallen zum Beispiel HIV, Hepatitis, Krebs, Autoimmunerkrankungen oder sonstige Infektionen der Haut. Auch bei Infektionskrankheiten wird der Eingriff nicht vorgenommen. Zudem muss der Patient vor der Behandlung einige Regeln beachten.

10 Tage vor der Behandlung dürfen keine Schmerzmittel eingenommen werden, die für eine Blutverdünnung sorgen. Dazu zählen zum Beispiel, Voltaren, Aspirin oder Ibuprofen. Der behandelnde Arzt kann dem Patient genau sagen, welche Medikamente in diesem Zeitraum tabu sind. Bei einer Schwangerschaft wird ebenfalls vom Eingriff abgeraten.

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