Hautprobleme: Rechtzeitig Akne behandeln!

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Akne tritt nicht nur bei Jugendlichen auf. Auch Erwachsene jeden Alters können mit dieser Hautkrankheit zu kämpfen haben, wenn bestimmte auslösende Faktoren auftreten. Neben den Hormonen spielen auch Stress, Schlafmangel und eine ungesunde Lebensweise bei der Entstehung der Akne eine Rolle. Dabei lässt sie sich aber heute mit verschiedenen Mitteln gut behandeln.

Was ist Akne?

Akne gehört zu den häufigsten Hautkrankheiten und betrifft rund 85 Prozent der gesamten Bevölkerung. Durch hormonelle Veränderungen in der Pubertät tritt das Problem bei Jugendlichen ab elf Jahren auf, teilweise hält sich die Akne dann hartnäckig bis zum 30. Lebensjahr oder sogar noch länger.
Der tatsächlichen Krankheit steht die physiologische Akne gegenüber, die bei den meisten Jugendlichen auftritt und nach zwei bis drei Jahren wieder verschwindet. Mitesser und Pickel dominieren das Gesicht, sie lassen sich aber mit Mitteln aus der Apotheke gut bekämpfen.
Rund 40 Prozent der Betroffenen leiden unter einer ausgeprägten Akne, die zwischen fünf und 20 Jahre dauert. Sie muss fachärztlich betreut werden und endet in einer Erhaltungstherapie, die ebenfalls der Hautarzt verordnet.
Akne ist aber nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern kann auch stark auf die Psyche des Betroffenen wirken. Das eigene Selbstwertgefühl wird durch die Krankheit deutlich herabgesetzt – die Behandlung durch den Hautarzt ist daher schon allein aufgrund möglicher psychischer Probleme unabdingbar.

Akne behandeln: Rechtzeitige Therapie vonnöten

Genügt die Behandlung mit einer entsprechenden Hautpflege nicht, muss der Hautarzt einen konkreten Behandlungsplan aufstellen. Dieser orientiert sich an der Ausprägung und Schwere der Erkrankung und setzt geeignete Wirkstoffe ein, die ergänzend zu Pflegemassnahmen anzuwenden sind.
Wichtig ist, möglichst zeitig mit der Therapie zu beginnen, sodass die Akne keine Chance hat, sich immer weiter auszubreiten. Für kosmetische Massnahmen ist überdies die Kosmetikerin die erste Wahl, selbst ausdrücken sollte Pickel und Co. niemand. Hierbei droht eine Verschleppung der Keime, Entzündungsreaktionen können auftreten. Ausserdem ist das Risiko, dass Narben zurückbleiben, bei derartigen Eigenversuchen deutlich grösser.

Mit Pflegemitteln heilen

Zur Reinigung der Haut sollten nur pH-neutrale Waschlotionen oder Seifen eingesetzt werden, die darüber hinaus noch parfümfrei sind. Denn gerade von Akne betroffene Haut reagiert häufig sehr sensibel und eine nicht pH-neutrale Pflege könnte zu starken Reaktionen führen. Hautrötungen und eine Verschlimmerung der Situation wären die Folge. Das gilt auch, wenn es mit der Pflege übertrieben wird:
Nach der Reinigung empfiehlt sich die Pflege mit einer leichten Feuchtigkeitscreme, so wird die Haut ausreichend versorgt, ohne „verklebt“ zu werden. Denn Fette und Öle verstopfen die Poren und verschlimmern das Problem zusätzlich.
Auch wer meint, das Sonnenlicht gegen Akne helfe: Experten haben herausgefunden, dass es keinen Zusammenhang mit Akne und Sonnenlicht gibt. Vermutung daher: Auf gebräunter Haut fallen die Hautprobleme nur nicht so stark auf.

Die richtige Ernährung

Schon in der Schule haben wir gelernt, dass eine gesunde Haut auch durch die richtige Ernährung entsteht bzw. beeinflusst werden kann. Tatsächlich sind sich die Experten diesbezüglich nicht wirklich einig, doch dementieren können sie den Zusammenhang auch nicht. Wer feststellt, dass sich einige Lebensmittel ungünstig auf die Haut auswirken, sollte diese am besten einfach meiden. Vor allem schnell aufgeschlüsselte Kohlenhydrate und gesättigte Fettsäuren stehen im Verdacht, Hautunreinheiten zu begünstigen. Obst und Gemüse ist – wieder einmal – die bessere Wahl.

Akne behandeln: Medikamente als Ergänzung

Wir vom Haut- und Laserzentrum beraten Sie gern hinsichtlich der Möglichkeiten, wie sich Akne und deren Folgen behandeln lassen. Dabei umfasst die Behandlung nicht nur die oben genannten Pflege- und Ernährungsaspekte, sondern auch eine medikamentöse Therapie. In welchem Umfang die folgenden Mittel zum Einsatz kommen, muss der jeweils behandelnde Hautarzt entscheiden. Diesbezügliche Informationen finden Sie auch unter www.hautdoktor.ch.
Äusserlich werden Gele, Cremes und Lotionen eingesetzt, die gegen die Entzündung wirken und einer Ausbreitung der Akne entgegenwirken. Abtötend auf Bakterien wirken Benzoxylperoxid, auch Antibiotika werden erfolgreich in der Bekämpfung von Akne eingesetzt. Retinoide, das sind Präparate mit Vitamin A, setzt der Arzt allein oder als Kombinationsmittel ein. Das Mittel sorgt dafür, dass die Ausführungsgänge der Talgdrüsen weniger stark verhornen und damit nicht so leicht verstopfen können. Eine Kombination mit Benzoxylperoxid ist möglich.
Ebenfalls gegen Bakterien und Entzündungen wirkt Azelainsäure. Das Mittel lässt darüber hinaus die Talgdrüsen weniger stark verhornen.
Zuletzt seien Alpha-Hydroxysäuren genannt, die als natürliche Fruchtsäuren die Poren der Talgdrüsenausgänge öffnen.
Je nach Schweregrad der Erkrankung setzt der Arzt ein einzelnes Mittel ein oder baut auf einer systhemischen Therapie auf. Dabei werden verschiedene Mittel unterschiedlicher Wirkstoffgruppen miteinander kombiniert. Dazu kommen kosmetische Anwendungen und Pflegemöglichkeiten für zu Hause, sodass der Patient den Vorteil hat, selbst zur Heilung beitragen zu können. Hauptwirkstoffe sind aber natürlich die in den Medikamenten enthaltenen chemischen Bestandteile. Die übrigen Massnahmen können nur ergänzend bzw. unterstützend wirken.

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