Muttermale, in der Medizin als Naevi bezeichnet, können bereits bei der Geburt vorhanden sein, aber auch in fortgeschrittenem Alter entstehen.
Es sind gutartige Anhäufungen pigmentbildender Zellen, die, was Grösse, Form und Farbe betrifft, je nach Stelle, an der sie auftreten, und je nach Art ihrer Entstehung ziemlich unterschiedlich sein können.
Sie können einzeln vorkommen oder auch in Gruppen.
Ihre Erscheinungsform ist sehr vielfältig. Es gibt flache, im Niveau der Haut liegende Muttermale.
Beispielbilder:
Was ist ein sich veränderndes Muttermal?
Nebst den ungefährlichen Muttermalen gibt es jedoch Muttermale, welche gefährlich werden können.
Sich verändernde Muttermale (Atypische Naevi) sind noch nicht gleich bösartig, müssen jedoch schon als frühes Anzeichen eines Melanoms betrachtet werden. Kennzeichnend für ein sich veränderndes Muttermal ist, dass Form und Pigmentation unregelmässig sind und dass eine rötliche Verfärbung auftreten kann.
Falls sich Muttermale verändern empfielt sich einen Hautarzt aufzusuchen, dieser kann mittels Auflichtmikroskopie (Dermatoskop) bestimmen welche zu behandeln sind.
Beispielbilder:
Hautuntersuchung mit dem Dermatoskop (Lupenuntersuchung)
Muttermalkontrollen haben drei Ziele:
- Feststellen ob es sich wirklich um Muttermale handelt.
- Frühzeitig gefährliche Muttermale (atypische Naevi) zu erkennen und zu behandeln (Prävention / Prophylaxe).
- Risikofaktoren zu erfassen (siehe weiter unten)
Was ist ein Melanom? ("schwarzer Hautkrebs")
Ein Melanom ist eine bösartige Wucherung pigmentbildender Zellen (Melanozyten). Ein Melanom kann aus einem normalen, öfter aus einem sich verändernden Muttermal, aber auch in einigen Fällen „spontan“ entstehen.
Melanome können in verschiedenen Stadien vorkommen. Hat sich das Melanom noch nicht in tiefere Hautschichten ausgedehnt, ist diese Form von Hautkrebs zu heilen.
Ist das Melanom bereits tiefer eingedrungen (Photo A), stellt es eine ernste Gefahr dar, da sich via Lymph- und Blutgefässe Metastasen (Photo B) in anderen Körperorganen bilden können.
Risikofaktoren für das Entstehen von Melanomen
Sonnenlicht
Zwei oder mehr schwere Sonnenbrände im Kindes- oder Jugendalter
Regelmässiger Gebrauch des Sonnenstudios (UV-Bräunungsgeräte)
Muttermale
- Eine grosse Anzahl normaler Muttermale
- Drei oder mehre sich ändernde Muttermale
Familienmerkmale
- Vorkommen von Melanom und/oder sich ändernde Muttermale in der Familie
- Helle Hautfarbe und Sommersprossen
- Blondes / rotblondes Haar
Vernünftig Sonnenbaden – für eine gesunde Haut
- Sorgen Sie dafür, dass Sie sich nie einen Sonnenbrand zuziehen
- Schützen Sie sich gegen die Sonne durch ein Sonnenschutzmittel mit einem hohen Schutzfaktor (spf 30)
- Ziehen Sie Kindern vorzugsweise ein T-Shirt an und setzen Sie ihnen einen Sonnenhut auf
- Bleiben Sie zwischen 11.00 und 15.00 lieber im Schatten
- Denken Sie an die Reflexion durch See, Sand und Schnee
- Meiden Sie die Bräunungsstudios und übermässiges Sonnenbaden
- Behalten sie Muttermale im Auge und konsultieren Sie Ihren Hautarzt, wenn Veränderungen in Form, Grösse oder Farbe auftreten
