Das Wort "Ekzem" stammt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie "ich walle auf, koche über."
"Ekzem" ist heute ein Sammelbegriff für verschiedenste, gutartige, nicht ansteckende, meist mit Juckreiz einhergehende Hautveränderungen. Ekzeme sind die häufigsten Hautkrankheiten in unseren Breitengraden. Ekzeme äussern sich durch: Rötung, Schuppung, Bläschen- und Rissbildung, sowie Juckreiz.
Ekzemarten
Auch atopische Dermatitis oder atopisches Ekzem genannt, ist die weitaus häufigste Ekzemart. Als "atopisch" bezeichnen die Mediziner eine vererbte Veranlagung (Disposition) des Menschen im Laufe seines Lebens Allergien, Allergisches Asthma, Heuschnupfen, Nesselfieber, Neurodermitis (Atopisches Ekzem) zu entwickeln. Bei der Neurodermitis liegt eine vererbte Veranlagung für trockene Haut und Juckreiz vor.
Für die Entstehung der Neurodermitis gibt es keine einheitliche Ursache. Heute ist jedoch gewiss, dass es sich um eine genetisch bedingte Immunregulationsstörung der Haut handelt.
Auf dieser Tatsache bauen heute, nebst den gängigen Cortisoncremen, neue Behandlungsstrategien auf wie Therapie mit topischen Immunmodulatoren. Weitere Informationen zum Thema Neurodermitis finden Sie unter:
www.dhswiss.ch
Seborrhoisches Ekzem
Auch hier besteht ein konstitutioneller Hintergrund, wobei hauptsächlich Männer betroffen sind. Typischerweise kommt es hier zu ekzematösen, kaum juckenden, Hautveränderungen im Bereiche der Haut mit den meisten Talgdrüsen; d.h. am behaarten Kopf, der Brauen, Nasolabialfalten, Ohren, manchmal auch der Brustregion.
Beide Ekzemformen, die Neurodermitis und das seborrhoische Ekzem, sind oft mehr oder ausschliesslich im Winter ein Problem. Stressabhängigkeit ist möglich.
Kontaktekzeme
Anders als bei den anderen Ekzemarten kennt man die Ursache für Kontaktekzeme: Es gibt Menschen, welche bei Kontakt mit bestimmten Stoffen eine überempfindlichkeits- oder allergische Reaktion in Form eines Ekzems entwickeln. Wird der Kontakt vermieden, tritt auch das Ekzem nicht mehr auf. Eine häufige Form des Kontaktekzems ist die Nickelallergie.
Bei dieser Ekzemform tritt die Entzündung immer zuerst dort auf, wo die Haut mit dem Stoff (Allergen) in Kontakt kommt. Es gibt Menschen welche beim Kontakt mit bestimmten Substanzen überempfindlich (Irritatives Kontaktekzem z.B. Das Hausfrauenekzem ensteht durch zu vieles Waschen der Hände) oder allergisch (z.B. das Nickeleckzem, bekannt im Volksmund als "Modeschmuckallergie".) reagieren.
Dieses Ekzem ist somit mit einfachen Behandlungen sowie Vermeidung der verursachenden Substanz in der Regel heilbar.
Austrocknungsekzem
Im Alter nimmt Elastizität, Weichheit und das Wasserbindungsvermögen der Haut ab. Durch den Verlust von elastischen Fasern und den Schwund an Unterhaut-Fettgewebe wird die Haut dünn, schlaff und leicht verletzlich. Umwelteinflüsse wie Sonnenbäder, Kälte, Trockenheit, falsche Kosmetika oder zu häufiges Waschen mit ungeeigneten Präparaten, können die Hautalterung beschleunigen. Auch Hormone spielen eine Rolle; mit Einsetzen der Wechseljahre klagen viele Frauen über trockene Haut.
Wir befassen uns mit der Diagnostik und Abklärung von Ekzemen, informieren Sie über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten und beraten Sie in der Pflege von Haut, die zu Ekzemen neigt.
Siehe "Unsere Haut hautnah"
